die Onleihe Verbund Rheinland Pfalz. Pflegende Angehörige

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Etwa 2,6 Millionen zu Hause lebende pflegebedürftige Menschen in Deutschland werden überwiegend von Angehörigen oder anderen nahestehenden Personen betreut. Die Übernahme der Pflegeaufgaben ist für viele der Pflegenden mit einer oft über Jahre andauernden psychischen und körperlichen Überlastung verbunden, die zu einer psychischen Störung führen kann. Psychotherapeuten haben daher unter ihren Klienten oft auch pflegende Angehörige. Der Band beschreibt wirksame verhaltenstherapeutische Interventionen sowie weitere Unterstützungsangebote, die für die Arbeit mit dieser Zielgruppe geeignet sind. Der Band gibt zunächst einen Überblick über zentrale motivationale, emotionale und krankheitsspezifische Herausforderungen, mit denen pflegende Angehörige von älteren Menschen konfrontiert sind. Weiterhin werden Modelle der Pflegebelastung und Bewältigung der Pflegesituation aufgezeigt und diagnostische Instrumente zur Erfassung von pflegebedingten Veränderungen vorgestellt. Ausführlich wird auf psychosoziale und therapeutische Unterstützungskonzepte eingegangen. Dazu werden häufige therapeutische Themen, wie z.B. die Pflegemotivation, Rollenanpassung, belastende Emotionen, aber auch die Grenzen der häuslichen Pflege dargestellt und wirksame verhaltenstherapeutische Interventionsansätze skizziert. Zudem wird ein Überblick über mögliche Unterstützungsangebote, die das Versorgungssystem bietet, gegeben, so dass diese Hilfen auch in der Behandlung der pflegenden Angehörigen berücksichtigt werden können.

Autor(en) Information:

Prof. Dr. rer. nat. Gabriele Wilz, geb. 1966, 1986-1993 Studium der Psychologie in Marburg. 1998 Promotion. 2008 Habilitation. Approbierte psychologische Psychotherapeutin (Kognitive Verhaltenstherapie) und Supervisorin. Seit 2009 Professorin für Klinisch-Psychologische Intervention an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Leitung der Hochschulambulanz und des Weiterbildenden Studiums Psychologische Psychotherapie an der FSU Jena. Dr. rer. nat. Klaus Pfeiffer, geb. 1966, 1991-1997 Studium der Psychologie in Bremen und Tübingen. 2010 Promotion. Seit 1999 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Klinik für Geriatrische Rehabilitation am Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) Stuttgart. 2001-2006 Koordinator des Geriatrischen Kompetenzzentrums am RBK. Seit 2006 Leitung von Forschungsprojekten und seit 2012 Lehrbeauftragter an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.

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