e-Ausleihe. Räuber Grapsch muss leiden

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Tassilo Grapsch war ein Räuber. Und was für einer! Nicht sehr klug, aber unheimlich stark. Seine breite, dicht behaarte Brust und die enorm dicken Armmuskeln beeindruckten jeden, der sie zu sehen bekam. Er hatte Hände wie Schaufeln, Schugröße neunundvierzig und war fast zwei Meter groß! Der grauweiße Bart, der früher mal kohlschwarz gewesen war, hatte sein halbes Gesicht zugewuchert und reichte ihm bis zum Nabel. Aus seiner wilden Mähne ragten rote Henkelohren. Unter den buschigen Brauern funkelten seine Augen. In seinem Mund konnte er eine Vierteltorte auf einmal hineinschieben. Und seine Nase war ein richtiger Räuberzinken. Ja, er war ein tollkühner, unglaublich starker und sehr gefürchteter Räuber gewesen. Aber er hat seit Jahren nicht mehr geraubt. Olli, seine Frau, wollte es so. Die ewige Langeweile machte ihn krank: als erstes fällt ihm ein Zahn nach dem anderen aus, dann verschluckt er sein neues Elchgebiss. Zu guter letzt soll er in die Klapsmühle, bis sein alter Freund Max kommt und eine Idee hat ... Die witzig-skurrilen Geschichten über den furchtlosen Räuber, von Dorota Wünsch liebevoll illustriert, sind längst ein Klassiker geworden. Weitere Räuber Grapsch Geschichten: - Räuber Grapsch will wieder rauben - Räuber Grapsch ein Wüstenräuber?

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Gudrun Pausewang wurde 1928 als das älteste von sechs Kindern in Wichstadtl (Ostböhmen) geboren. Ihr Vater kam 1943 in Russland um und ihre Mutter musste nach Kriegsende allein mit den sechs Kindern in den Westen fliehen. Gudrun Pausewang arbeitete als Lehrerin an verschiedenen Schulen in Deutschland und Mittel- und Südamerika. So lehrte sie in Chile, Venezuela und Kolumbien. 1972, zwei Jahre nach der Geburt ihres Sohnes, kehrte sie endgültig nach Deutschland zurück. Hier unterrichtete sie bis 1989 an einer hessischen Grundschule. Im Ruhestand beendete sie ihr Germanistikstudium und promovierte 1998 an der Goethe-Universität Frankfurt/Main. Gudrun Pausewang ist seit 1958 schriftstellerisch tätig. Sie hat - neben Romanen für Erwachsene - zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht, in denen sich ihre eigenen Erfahrungen und die Betroffenheit über die Armut in Südamerika, das Schicksal von Flüchtlingen und über die atomare Bedrohung niederschlagen. Sie engagiert sich in ihren Büchern für den Frieden, die Umwelt und soziale Gerechtigkeit. Ein wichtiges Thema ist auch die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und dem Dritten Reich. Ihr Bücher wurden in 25 Sprachen übersetzt. Gudrun Pausewang reiste bis ins hohe Alter unermüdlich durch Schulen und Bibliotheken, um ihre Erfahrungen und ihr Wissen an die nächsten Generationen weiterzugeben. Für ihr literarisches Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 1988 für "Die Wolke". 1999 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz und 2009 bekam sie den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Volkach für ihr Lebenswerk. 2017 verlieh ihr der Arbeitskreis für Jugendliteratur für ihr literarisches Gesamtwerk den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises 2017. Dies ist die größte Auszeichung, die in der deutschensprachigen Kinder- und Jugendbuchszene verliehen wird. Am 23. Januar 2020 verstarb Gudrun Pausewang in ihrem Wohnort in der Nähe vom Bamberg.

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